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Funktionsgewebe: spritzwassergeschützt, wasserdicht, feuchtigkeitsbeständig, atmungsaktiv, winddicht

Spritzwasser
Die spritzwasserabweisenden Eigenschaften des Stoffes beruhen auf einer speziellen Behandlung mit einem wasserabweisenden Mittel. Die Oberfläche bewirkt, dass Wassertropfen punktförmig abperlen, ohne einzudringen, sich zu verteilen oder die Kleidung zu durchnässen. Dadurch entsteht ein wasserabweisender Effekt (Lotusblatt-Effekt). Warum bilden Lotusblätter keine Flecken, sondern nur einen dünnen Belag. Die wasserabweisende Behandlung basiert auf dem Prinzip, dass verschiedene chemische Substanzen eine ultrafeine Schicht aus „Nadelbett“ auf der Stoffoberfläche bilden. Dadurch ist die Oberflächenspannung geringer als die innere Wasseransammlung, sodass sich das Wasser nicht ausbreitet. Eine hervorragende wasserabweisende Behandlung schützt auch sehr gut vor Flecken. Flecken lassen sich einfach mit Wasser abspülen. Wird die Struktur dieser Nadelschicht jedoch abgeflacht oder mit Öl überzogen, verringert sich die Wasserabweisung des Stoffes erheblich, und er kann sogar Wasser aufnehmen. Daher verfügen hochwertige Stoffe über eine besonders dauerhafte wasserabweisende Behandlung.

Warum sollte die Jacke wasserdicht behandelt sein? Weil die Stoffoberfläche nicht nur die Wärmeentwicklung des Kleidungsstücks und des Bekleidungssystems reduziert, sondern nach dem Nässen auch einen Wasserfilm bildet, der die Luftzirkulation behindert. Dadurch wird der atmungsaktive Regenmantel genauso undurchlässig und stickig wie ein herkömmlicher Regenmantel aus Kunststoff, was zu einem extrem nassen und unangenehmen Tragegefühl führt. Daher sollte die Jacke imprägniert werden.

WasserdichtUm das Eindringen von Wasser zu verhindern, wird bei der gängigen Imprägnierung oft versucht, Wassermoleküle tief in das Gewebe einzuschließen. Die so entstehende Schicht ist jedoch selbst recht empfindlich. Daher ist eine Kombination mit anderen Maßnahmen für einen optimalen Hitzeschutz unerlässlich. Die Wasserdichtigkeit wird durch den Wassersäulenwiderstand (Wassersäulenwiderstand) ausgedrückt. Dieser Wert gibt an, wie gut ein wasserdichtes Gewebe von einer bestimmten Fläche aus kontinuierlich steigendem Wasserdruck standhält. Der Wassersäulenwiderstand des Gewebes entspricht dem Wert, an dem drei Wassertropfen von der Oberfläche abperlen. Je höher der Wert, desto besser, da die Wasserdichtigkeit durch Waschen abnimmt. Bei Outdoor-Aktivitäten, wie z. B. durch das Zusammendrücken eines Rucksacks, Knien oder Sitzen auf dem Boden, erhöht sich der Wasserdruck von außen. Daher sollte der Wassersäulenwiderstand mindestens 3000 mm betragen.

NässeEs bezieht sich auf die Funktionen einer indirekt atmungsaktiven und wasserdichten Membran, nicht auf die reine Atmungsaktivität, da es sich um zwei unterschiedliche Atmungsaktivitätsmechanismen handelt, obwohl Schweiß letztendlich durch das Gewebe nach außen gelangen kann. Feuchtigkeit und Wasser, die der Schweiß benötigt, werden von der hydrophilen, porenfreien Membran aufgenommen, bilden Schweißmoleküle und werden von Mikro-Oligomen transportiert. Aufgrund des Feuchtigkeitsdruckunterschieds zwischen der Innenseite und der Außenseite des Kleidungsstücks diffundieren die Moleküle nach außen und verdampfen an der Oberfläche. Daher spricht man von indirekter Belüftung.

AtemBei einer wasserdichten und atmungsaktiven Membran bezieht sich die Atmungsaktivität auf die Funktion der porösen, wasserdichten Folie. Sie ermöglicht es Gasen, direkt durch die Poren der Membran zu strömen. Aufgrund dieser hohen Geschwindigkeit spricht man von direkter Atmungsaktivität.

WinddichtSolange der Stoff eine gewisse Winddichtigkeit aufweist, gilt: Je dichter die Webart, desto besser die Winddichtigkeit. Stoffe mit geringer Atmungsaktivität sind in der Regel winddichter. Hochwertige Stoffe hingegen vereinen Atmungsaktivität und Winddichtigkeit optimal.

 

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Veröffentlichungsdatum: 04.03.2024