Kopfbanner

Wie man den Wasserschutzgrad eines Stoffes beurteilt

Wasserdicht, meist eine Membran, bedeutet einfach: Wasser kann nicht hindurchdringen. Da alle Poren verschlossen sind, sind diese Stoffe auch luftundurchlässig. Daher lassen sie sich zu hochdichten, wasserdichten Produkten verarbeiten, wie beispielsweise Vinylfolie für Regenmäntel – typische Beispiele für „wasserdichte“ Stoffe. Genauer gesagt: Der Begriff „wasserdicht“ definiert keinen Grad der Wasserdichtigkeit. Solange das Material unbeschädigt ist, ist es entweder wasserdicht oder nicht.

Wasserabweisende Stoffe sind hochdicht (nicht winddicht, aber luftdurchlässig) und Membranen mit Gore-Tex-Beschichtung und wasserabweisenden Additiven (winddicht, aber nicht luftdurchlässig). Wasserabweisend bedeutet, dass ein Gewebe nicht von Wasser durchdrungen wird. Die AATCC definiert drei Methoden zur Messung der Wasserabweisung: TM 35 „Regentest“, TM 42 „Schlagdurchdringungstest“ und TM 127 „Hydrostatischer Drucktest“. Die Testverfahren dienen dazu, klar zwischen der Wasserabweisung und der Hydrophobie des Gewebes bzw. der Faser zu unterscheiden. Die Wasserabweisung hängt von der Hydrophobie, der Dicke, der Form, der Webart, der räumlichen Struktur des Gewebes und der Größe der Mikroporen der Faser oder des Garns ab.

Die Bezeichnung „wasserabweisend“ bezieht sich auf die in den technischen Spezifikationen der AATCC (American Association of Textile Chemists and Colorists) (AATCC Technical Manual) definierte Wasserabweisung. Sie beschreibt die Fähigkeit eines Gewebes, das Durchnässen durch Wasser zu verhindern. Üblicherweise werden hierfür zwei Testmethoden angewendet: der Sprühtest gemäß AATCC TM 22 (TM: Testmethode) und der dynamische Absorptionstest im Trommelgefäß gemäß TM 70. Durch diese Tests lässt sich die relative Hydrophobie des Gewebes bewerten, die üblicherweise einen Wert zwischen 0 und 100 angibt. Im Allgemeinen gelten Gewebe mit einer Hydrophobie von 80 bis 90 als „wasserabweisend“.

微信图片_20220708163731


Veröffentlichungsdatum: 08.07.2022